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Toros Sarian


TOROS SARIAN: An die Opfer erinnert, aber das Verbrechen nicht benannt PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 10. Mai 2012 um 19:47 Uhr

Vor sieben Jahre kam der Völkermord an den Armeniern auf die Tagesordnung des deutschen Bundestags. Darauf hatte die armenische Gemeinde lange warten müssen. Dass die CDU/CSU Fraktion Anfang 2005 einen entsprechenden Antrag im Bundestag einbrachte, hing nicht mit dem bevorstehenden 90. Jahrestag des Beginns des Verbrechens zusammen und auch nicht damit, dass die CDU/CSU Abgeordneten plötzlich ein schlechtes Gewissen hatte. Denn 2001 hatte sich die CDU/CSU – genauso wie die anderen Bundestagsfraktionen auch – gegen eine Beschlussfassung zum Thema Völkermord an den Armeniern ausgesprochen.

 
TOROS SARIAN: „Der Völkermord an den Armeniern und die deutsche Öffentlichkeit“ PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 13. Oktober 2011 um 21:40 Uhr

Am 22. September fand in Berlin eine von der Heinrich-Böll-Stiftung organisierte Fachtagung mit dem Titel „Der Völkermord an den Armeniern und die deutsche Öffentlichkeit“ statt. Der Historiker Raymond Kevorkian aus Frankreich, der Publizist Wolfgang Gust, der Schweizer Historiker Hans-Lukas Kieser und der deutsche Historiker Boris Barth sprachen über die verschiedenen historischen Aspekte im Zusammenhang mit dem Thema und den Stand der Forschung. Einen Überblick über die Stellungnahmen der deutschen Politiker zu der Frage der Anerkennung des Völkermords gab Raffi Kantian. Dogan Akhanli und Toros Sarian beschrieben die Aktivitäten zivilgesellschaftlicher Gruppen bei der Aufarbeitung des Verbrechens im Osmanischen Reich. Einzige Politiker auf der Tagung waren die langjährige Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck und hessische Landtagsabgeordnete Mürvet Öztürk. Am Abend fand eine von Ulrike Dufner moderierte, öffentliche Podiumsdiskussion statt.

 
Die Kurden und der Völkermord an den Armeniern - Einige Stellungnahmen von kurdischen Politikern und Autoren PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 14. Juli 2011 um 09:26 Uhr
Eine offene und kritische Auseinandersetzung über den Völkermord an den Armeniern wird inzwischen in der Türkei nicht mehr so rigoros verhindert, wie es früher der Fall war. In den vergangenen Jahren sind dort zahlreiche Bücher und Artikel über die Armenier und den Völkermord veröffentlicht worden, die nicht der offiziellen türkischen Geschichtsschreibung entsprechen. Im April 2011  z.B. hielt Prof. Halil Berktay anlässlich des Jahrestags des Völkermords einen Vortrag in Hamburg, wo er ganz nebenbei bemerkte, dass die „Creme de la Creme“ der türkischen Wissenschaftler das Verbrechen an den Armeniern als Völkermord im Sinne der UN-Konvention betrachten. Viele sprechen dies nicht offen aus, weil sie sich vor den nationalistischen Extremisten fürchten oder einfach nur deshalb nicht, weil sie Angst haben, ihren Arbeitsplatz an einer staatlichen Bildungseinrichtung zu verlieren. Auch wenn bei vielen Wissenschaftlern und Intellektuellen allmählich die Einsicht sich durchsetzt, dass die Faktizität des Völkermords nicht geleugnet werden kann, sieht dies in der türkischen Bevölkerung ganz anders aus. Die staatliche Leugnungspolitik wird fortgesetzt und  bestimmt die Meinungsbildung. Von einer wirklich uneingeschränkten, offenen Auseinandersetzung kann man noch nicht sprechen.
 
Erika Steinbach fordert in der Paulskirche einen Hauch von Mitgefühl und eine Entschuldigung Erdogans PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 09. Juni 2011 um 07:56 Uhr
Weltweit gedenken die Armenier am 24. April an die Opfer des vom türkisch-nationalistischen Regime organisierten Völkermords in der Türkei. Für die Nachfahren der Überlebenden des Völkermords ist es wichtig, dass Politiker am 24. April nicht nur an das Verbrechen erinnern, sondern die Tat auch klar als Völkermord bezeichnen. 

Die Forderung nach Anerkennung des Völkermords ist eine politische Forderung und richtet sich somit vor allem an die Politik bzw. Politiker. Deshalb ist eine Gedenkfeier für die Opfer des Völkermords gerade dann besonders interessant, wenn Politiker dort eine Rede halten, weil daraus wichtige Schlussfolgerungen gezogen werden können.

 Die Gedenkfeier in der Paulskirche in Frankfurt am Main gilt deutschlandweit als die wichtigste, weil sie gemeinsam von Diözese der Armenischen Kirche in Deutschland und dem Zentralrat der Armenier in Deutschland gemeinsam organisierte werden. Die Namen der eingeladenen deutschen Politiker und ihre Reden zum Gedenken an den Völkermord geben einigen Aufschluss über die Entwicklung in den vergangenen Jahren und auch darüber, was die armenischen Institutionen und Verbände bislang erreicht haben.

 
Über rechte und linke Provokationen PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 22. März 2011 um 22:17 Uhr

Am 12. März 2011 fand in Frankfurt am Main eine Demonstration statt, zu der einige deutsche, aramäische und koptische Vereine aufgerufen hatten. „Warum schweigt ihr? – Religionsfreiheit ist keine Einbahnstraße“, heißt es in dem Aufruf der Veranstalter. Mit der Demonstration sollte auf eine „flächendeckende und gezielte weltweite Verfolgung von Christen“ aufmerksam gemacht werden. Deutschen und europäischen Politikern wurde vorgeworfen, die Gewalt nicht als „Christenverfolgung“ zu verurteilen oder sich gleichgültig zu verhalten.

 
Völkermordleugnung als Normalität PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 06. März 2011 um 23:43 Uhr
Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder mag das Verbrechen an den Armeniern im Osmanischen Reich nicht als Völkermord bezeichnen. Er redet in diesem Zusammenhang lieber von „Vorgängen“. Die Völkermordfrage bezeichnet er als „Armenien-Thema“. Schröder befürwortet eine „historische Aufarbeitung“ und bezweifelt somit die historische Faktizität des Völkermords an den Armeniern.
 
Wie in Deutschland das Image eines despotischen Regimes aufpoliert wird PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 26. Februar 2011 um 23:04 Uhr

In letzter Zeit wird in der Berichterstattung zum Karabach-Konflikt eine Tendenz in den Medien deutlich, die darauf abzielt die öffentliche Wahrnehmung dieser Frage mehr oder weniger offen im Sinne Aserbaidschans zu beeinflussen. An die Armenier, die zwischen 1988 und 1991 bei Pogromen in Sumgait, Baku, Kirowabad und anderen aserbaidschanischen Städten ermordet wurden, erinnert sich die Öffentlichkeit im Westen kaum noch. Über die Ursachen und Hintergründe des Konflikts um Berg-Karabach, bei dem über 30.000 Menschen getötet wurden, ist ebenfalls wenig bekannt.

 
Missak Manouchian PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 19. Februar 2011 um 18:00 Uhr

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Missak Manouchian, ein Widerstandskämpfer gegen die Nazi-Besatzung in Frankreich, wurde zusammen mit 23 anderen Anti-Faschisten am 21. Februar 1944 von einem deutschen Erschießungskommando bei Paris hingerichtet. Nach der Exekution brachten die deutschen Besatzer überall in Paris das "Affiche Rouge", das „Rote Plakat“, an. Darauf waren die Fotos von zehn der hingerichteten Widerstandskämpfer der „Gruppe Manouchian“ abgebildet, die als „Kriminelle“ verunglimpft wurden.

 
Die Anerkennung des Völkermords und die US-Politik PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 25. Dezember 2010 um 21:01 Uhr

Eine schönes Weihnachtsgeschenk hätte es für die Armenier werden können, aber am Ende ist es so gekommen, wie es eigentlich zu erwarten war: Im US-Abgeordnetenhaus ist es nicht zu einer Abstimmung über einen Antrag gekommen, worin der Völkermord an den Armeniern anerkannt wird. Dabei hatte eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus längst ihre Bereitschaft bekundet, für die Annahme des Antrags HR 252 zu stimmen.

In den vorangegangenen Tagen hatte die Regierung in Ankara wie immer alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Druck auf Washington auszuüben. Seit der Veröffentlichung von verächtlichen Kommentaren amerikanischer Diplomaten über türkische Politiker durch Wikileaks sind die türkisch-amerikanischen Beziehungen ohnehin gespannt. „Die Beziehungen zur Türkei sind wichtiger denn je“, versicherte Präsident Obama der Regierung in Ankara. Es kann also nicht überraschen, dass Washington wieder einmal nachgegeben hat.

 
Erika Steinbach und der Zentralrat der Armenier in Deutschland PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 25. September 2010 um 02:00 Uhr

In den vergangenen Tagen ist Erika Steinbach, die CDU-Bundestagsabgeordnete und Präsidentin des Bunds der Vertriebenen wegen ihrer Äußerungen zum 2. Weltkrieg und über den Deutschland-Beauftragten Polens heftig kritisiert worden. Inzwischen hat sie sich aus dem CDU-Vorstand zurückgezogen. Beim ZAD hat diese Entwicklung vermutlich einigen Frust verursacht, denn die CDU Politikerin gilt als eine Unterstützerin der „armenischen Sache“. Am 24. April hatte Steinbach an der Gedenkfeier in der  Frankfurter Paulskirche teilgenommen, sie saß in der ersten Reihe zwischen dem Ex-Vorsitzenden des ZAD und dem neuen Botschafter der Republik Armenien.

 
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Termine

WUPPERTAL

19. Mai 2012 ab 17:00 Uhr

Gedenkveranstaltung an die Opfer des Genozids an den Pontosgriechen 1916-1923

Vortrag von Dr. Tessa Hofmann

Ort: Gesamtschule Ronsdorf, An der Blutfinke 70, 42396 Wuppertal

Veranstalter: Kulturverein der Griechen aus Pontos in Wuppertal und Umgebung

 
STUTTGART

19. Mai 2012 ab 16:00 Uhr

Schweigemarsch anlässlich des Gedenktages des Völkermords an den Pontos-Griechen

Start: Wilhelmsplatz 10, 70182 Stuttgart

Ziel: Kranzniederlegung am Stauffenbergplatz am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus

Ankündigungsflugblatt der Veranstalter >>

 

 
DORTMUND

10. Mai bis 24. Juni 2012

„Der vergessene Völkermord“

Austellung mit Aufnahmen, die Armin T. Wegner von der Vertreibung und den Morden an den Armeniern machte

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Steinstraße 50, Dortmund

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr

Eintritt ist frei!

Mehr Infos >>

Ohne Kommentar

„Der Zentralrat der Armenier in Deutschland (ZAD) hat den Veranstaltern des Steiger Award eine machtvolle Demonstration der Empörung versprochen“ (ZAD-Info, 15.03.2012)

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