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Wie Altkanzler Schröder die türkische Genozidleugnung verdeutscht |
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Donnerstag, den 21. April 2011 um 16:29 Uhr |
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Eine armenische Redensart
Redewendungen und Sprichwörter haben an sich etwas zutiefst Menschliches. Sie haben oft Lebenserfahrungen und Einsichten von Generationen konserviert. Meistens legen sie auch eine unbefangene Offenheit zu Tage, die man ansonsten – der Political Correctness verpflichtet – eher zu meiden pflegt. Ein armenisches Sprichwort besagt etwa: Wenn man einen kleinen Rüden neben einem großen Köter anbindet, lernt dieser binnen kurzem entweder bellen oder beißen.
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PATRIOTISMUS IN DER DIASPORA: FRAGEN, DIE WIR UNS STELLEN MÜSSEN |
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Donnerstag, den 16. September 2010 um 02:00 Uhr |
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Unser Leben in der Fremde
Wir Armenier sind leicht zu beeindrucken. Recht leicht, wenn wir einen Teil unseres Lebens in der Diaspora, in der Zerstreuung verbringen. Noch leichter, wenn wir unser ganzes Leben fern der armenischen Heimat oder von dem, was uns davon noch geblieben ist, verleben. Armenien bleibt stets in der Ferne, und wir kennen es kaum. Und wir lernen das Land auch kaum kennen: wenn das Schicksal uns einmal in die kleine armenische Republik mitsamt Arzach (Berg Karabach) verschlägt, verbringen wir unsere Zeit damit, die alten Kirchen und Klöster zu bewundern.
In die weltweite Zerstreuung zurückgekehrt, vermissen wir sie, die ferne Heimat, ihre Sprache, ihre Berge und Täler, ihre Flüsse und Seen. Es genügt ein patriotisches Wort, eine symbolträchtige Geste, ein armenisches Lied, ein Bildchen oder ein Steinchen aus der Heimat, und wir sind bewegt und tief ergriffen. Da denkt bald manch einer an das rührige Lied vom „Krunk”, dem Kranich, der dem Irrenden in der Fremde Nachrichten aus der Heimat überbringt:
„Krunk, hast Du nicht aus unserem Lande eine kleine Nachricht?”
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DER KAMPF UM DIE ANERKENNUNG DES VÖLKERMORDS – WAS KÖNNTEN WIR IN DEUTSCHLAND ANDERS MACHEN? |
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Montag, den 12. April 2010 um 02:00 Uhr |
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Der gekünstelte Gang durch Parlamente
Während die Türkei weiter beharrlich an ihren Vorbedingungen im Blick auf die Normalisierung der Beziehungen zur Republik Armenien festhält, wird auf der politischen Bühne eine kleine Welle der Anerkennung des Völkermords an den Armeniern im Osmanischen Reich initiiert. Das Schauspiel, das alljährlich im Vorfeld des 24. Aprils stattfindet, zieht dieses Jahr nun scheinbar mehr Länder in seinen Bann. Der Auswärtige Ausschuss des US-Repräsentantenhauses, das Schwedische Parlament und das Parlament von Katalonien machten bekanntlich den Anfang. Weitere Anträge liegen den Parlamenten von Spanien, Bulgarien, Großbritannien, Israel und Zypern vor. Einige werden vermutlich noch folgen. Die meisten Gesuche haben aber aller Wahrscheinlichkeit nach keine Aussichten darauf, die aufgebauten Hürden zu passieren.
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ARMENIEN UND DIE WELT – DIE POLITISCHEN VERWICKLUNGEN ZU ANFANG DES JAHRES 2010 |
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Mittwoch, den 03. Februar 2010 um 02:00 Uhr |
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In der ersten Januarwoche feierten die Armenier in der Diaspora Weihnachten, in der zweiten gedachten sie durch verschiedene Aktionen der Ermordung des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink. Doch hatte sowohl die Weltöffentlichkeit und die Weltdiplomatie als auch die armenische Gesellschaft in der Republik Armenien andere Sorgen.
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WENN ENTTÄUSCHUNG UND WUT ZU VERZWEIFELTEN REAKTIONEN FÜHREN |
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Montag, den 02. November 2009 um 02:00 Uhr |
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Als Armenier bin ich daran gewöhnt mich zu wundern. Ich wundere mich über den Umgang der Weltöffentlichkeit, die sich als besonders aufgeklärt und fortschrittlich versteht, mit dem türkischen Massenmord an den Armeniern und über die Instrumentalisierung des armenischen Leidens durch die politischen und wirtschaftlichen Eliten vieler Länder. Ich wundere mich auch über den Umgang der bundesdeutschen politischen Elite mit den türkisch-deutschen Genozidleugnern und ihren unverhohlener nationalistischer Propaganda in Deutschland. Wobei ich doch durchaus zugeben muss, dass meine Verwunderung an dieser Stelle etwas abgenommen hat, denn vor etwa 10 Jahren, als die deutsche Öffentlichkeit noch weniger davon wusste und von der deutschen Verwicklung in diese Geschichte weniger unterrichtet war, gab es für meine Verwunderung kaum Grenzen.
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„DIE TÜRKISCH-ARMENISCHE ANNÄHERUNG TRÄGT FRÜCHTE“ |
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Sonntag, den 06. September 2009 um 02:00 Uhr |
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So oder ähnlich betitelte die deutsche und internationale Presse die vor wenigen Tagen bekannt gewordene Absicht Armeniens und der Türkei in absehbarer Zeit diplomatische Beziehungen aufzunehmen. Beide Länder beabsichtigen demnach einen gesellschaftlichen und politischen Austausch. Glaubt man den veröffentlichten Papieren, soll die türkisch-armenische Grenze in wenigen Monaten geöffnet werden. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit soll vorangetrieben werden. Auf Regierungsebene soll darüber hinaus eine Unterkommission gebildet werden, die sich der strittigen Fragen annimmt.
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DER KRIEG IN BERG-KARABACH UND DER WELTWEITE DSCHIHAD |
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Mittwoch, den 17. Juni 2009 um 02:00 Uhr |
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Wenn heute die in Geheimnis gehüllten armenisch-azerbaidschanischen Verhandlungen um Berg-Karabach unter dem Druck der Großmächte einen neuen Anlauf nehmen und die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf sich lenken, ist es lohnend, einen Blick auf einen besonderen Aspekt des Karabach-Krieges zu werfen: Die Rolle der islamischen Dschihadisten. Das Thema ist zwar bekannt, wenn auch inzwischen in Vergessenheit geraten. Es ist wenig erforscht, Informationen dazu sind nur spärlich vorhanden. Ab und an erinnern kurze Pressemitteilungen daran, dass in den Jahren 1992-1994 tschetschenische und afghanische Mudschaheddin auf der Seite Azerbaidschans gegen die Armenier Berg-Karabachs kämpften. Sie betrachteten den Krieg als Teil des globalen Dschihad.
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OHNMÄCHTIGE STATISTEN EINER VERSÖHNUNGSPOLITIK |
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Sonntag, den 10. Mai 2009 um 02:00 Uhr |
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Armenien steht heute da, wo es vor elf Jahren stand. Damals übernahm Robert Kotscharyan, gestützt auf die armenischen Daschnak-Nationalisten und Pseudo-Patrioten, die Macht im Staat. Die Außenpolitik der Oskanyan-Ära, während dessen die Anerkennung des Völkermords zum außenpolitischen Ziel schlechthin proklamiert wurde, hat den Alltag der armenischen Gesellschaft und der weltweiten Gemeinschaft auf fatale Weise bestimmt. Zwar konnte vor allem die armenische Diaspora durch die neue, unnachgiebige politische Ausrichtung des Landes der Türkei und Azerbaidschan gegenüber gewonnen werden, das Ergebnis lässt jedoch mehr als zu wünschen übrig. Für Armenien selbst hatte es letztlich katastrophale Folgen: Wirtschaftliche Isolation trotz des augenscheinlichen Wirtschaftswachstums, absolute politisch-militärische Abhängigkeit von Putins autoritärem Russland, Verfestigung der kriminell-oligarchischen Strukturen und der Klanwirtschaft und nicht zuletzt die bedrückende verkehrspolitische Blockade.
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GRENZÖFFNUNG UND FREIE DEMOKRATISCHE WAHLEN |
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Freitag, den 03. April 2009 um 02:00 Uhr |
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Stellen Sie sich doch mal vor: Die geschlossene türkisch-armenische Grenze würde nach dem Aprilbesuch Obamas in der Türkei geöffnet werden - oder noch besser: während des Besuchs. Und Obama würde ohne vorherige Ankündigung und völlig überraschend über eben diese Grenzöffnung nach Armenien reisen und auch dort das Staatsoberhaupt besuchen. Von mir aus könnte er einen symbolischen Zwischenstopp am Hange des biblischen Ararat machen, um eine bahnbrechende Rede zur Völkerverständigung zu halten. Und dann würde er in Armenien mit Palmenzweigen und österlichen Blumensträußen empfangen. Natürlich würde Obama in seiner Weitsicht eine offizielle türkische Delegation mitbringen, damit sie am 24. April gemeinsam mit ihm am Genozidmahnmal in Jerewan Blumen niederlegt und die Armenier offiziell um Entschuldigung für die Gräueltaten der Vergangenheit bittet.
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